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Emma Vakarelova/Robert Desnos - J’ai tant rêvé de toi

J’ai tant rêvé de toi (FR)

Von Emma Vakarelova (Bulgarien/Frankreich), Gedicht Robert Desnos (Frankreich)
Poetry Film Animation produziert für das französische Fernsehen France Télévisions (France 3)

 

 

 

Emma Vakarelova ist eine französische Animationskünstlerin mit bulgarischen Wurzeln. Sie studierte an der School of visual arts Estienne in Paris. Neben Illustration studierte sie Comic an der European School Of Visual Arts (EESI) in Angoulême und Animationsfilm in La Poudrière in Valence, Frankreich. Im Jahr 2007 illustrierte sie ihr erstes Buch Snowdrop von Maria Aglikina. 2012 führte sie Regie bei verschiedenen Kurzfilmproduktionen. Ihr Graduationsfilm aus dem Jahr 2014 hieß "La Nuit des Jours" (Tonight's The Night). 2015 führte Sie Regie im Animationskurzfilm  "J'ai tant rêvé de toi" (" I Have Dreamed Of You So Much"), das auf dem Gedicht von Roberts Desnos beruht und Teil der Kollektion  "En Sortant de l'école 2" ist produziert von Tant Mieux Prod (France). http://emavak.blogspot.com/

 

Robert Desnos, geb. 1900 in Paris; † 8. Juni 1945 in Theresienstadt) war ein französischer Schriftsteller und Journalist. Beeinflusst insbesondere von Nerval und Baudelaire, verfasste er vorwiegend Lyrik – selbst noch im KZ. Zu seinen Hauptthemen zählte die Liebe. Nach seinem Militärdienst in Marokko stieß der Nachwuchsschriftsteller 1919 zu den Pariser Dadaisten rund um Tristan Tzara, André Breton, Paul Éluard, Philippe Soupault, Max Ernst und Francis Picabia. In der „Zeit der Schlafzustände“ beschäftigte sich Desnos vordringlich mit der Erforschung des Unbewussten, fertigte zahlreiche Traumprotokolle an. Er hielt sich vor allem als Journalist über Wasser. Von André Breton im Zweiten Manifest des Surrealismus 1930 gemaßregelt, antwortete Desnos mit einem Beitrag im Anti-Breton-Pamphlet "Un Cadavre", an dem Georges Ribemont-Dessaignes, Georges Bataille, Jacques Prévert, Georges Limbour, Roger Vitrac, Antonin Artaud, Philippe Soupault, André Masson und Jacques-André Boiffard mitschrieben. Er setzte sich damit von der surrealistischen „Ästhetik der Unverständlichkeit“ ab. Ein weiterer Streitpunkt war die Kommunistische Partei, von der sich Desnos im Gegensatz zu Breton distanzierte. In dieser Zeit lernte er seine japanische Geliebte (und vielbesungene Muse) Youki Foujita kennen. Ab 1935 war er vorwiegend für den Rundfunk tätig. In der Zeitung "Aujourd'hui" polemisierte er gegen den (rechtsstehenden) Schriftsteller Céline. In der französischen Widerstandsbewegung Résistance aktiv, wurde er 1944 aufgrund einer Denunziation von der deutschen Besatzungsmacht verhaftet. Er durchlief mehrere Konzentrationslager und hatte Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion zu leisten. Wenige Wochen nach der Befreiung des KZ Theresienstadt starb Desnos, weil er sich noch zuletzt mit Typhus infiziert hatte.