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Der Übersetzer von Rainer Maria Rilke: Alexander Stillmark

 

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The web of our life is of a mingled yarn, good and ill together.   (Shakespeare)
 
    Und so lang du dies nicht hast,
    Dieses: Stirb und werde!
    Bist du nur ein trueber Gast
    Auf der dunklen Erde.   (Goethe)
 
    Geheimnis ist der Schoenheit schoenstes Kleid   (Hofmannsthal)
 
    Only an aching heart
    Conceives a changeless work of art.   (W.B.Yeats)
 
    To me the converging objects of the universe perpetually flow,
    All are written to me, and I must get what the writing means.   (Walt Whitman)
 
    Why else was the pause prolonged but that singing might issue thence?
    Why rushed the discords in but that harmony should be prized?   (Robert Browning)

 

Alexander Stillmark wurde 1937 in Tallinn geboren und wuchs in Großbritannien auf. Nach seinem Dienst in der britischen Armee studierte er moderne Sprachen (Deutsch und Russisch) am Jesus College in Cambridge, wo er ausgezeichnet wurde und 1961 mit Honours abschloss. Er begann eine akademische Karriere als Assistent für Deutsch an der Universität London, wo er aufstieg zum Emeritus Reader in Deutsch [Extraordinarius] bis zur Emeritierung 1998. Als überzeugter vergleichender Literaturwissenschaftler publizierte und lehrte Alexander Stillmark mit einem Schwerpunkt auf der Literartur des 19. und 20. Jahrhunderts. Während seiner Universitätsjahre organisierte er internationale Symposien am Germanistischen Institut der Universität London. Als Autor von zahlreichen Publikationen und  Artikeln über österreichische Schriftsteller galt er als Spezialist für österreichische Literatur. Er wurde Mitglied des Adalbert-Stifter-Instituts Linz und des österreichischen P.E.N. Clubs. Nach seiner Pensionierung konzentrierte er sich auf literarische Übersetzungen und publizierte Übersetzungen ins Deutsche und vom Deutschen ins Englische. Für das Buch "Georg Trakl. Poems and Prose" (London 2001, Evanston, Illinois 2005) wurde er als Übersetzer vom Österreichischen Bundeslanzleramt ausgezeichnet. Er publizierte weiters die Anthologie "Gedichte und Prosa von der Romantik bis zur Moderne" (Frankfurt am Main, 2013) und das Buch "Hugo von Hofmannsthal. An impossible Man" (MHRA, Cambridge, 2016) sowie "Adalbert Stifter. Tales of Old Vienna and other Prose" (Los Angeles, 2016).

 

Die Stimme von Rainer Maria Rilkes "An Lou Andre-Salome"

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Christian Reiner ist Sprecher von Gedichten, Prosa und experimentellen Texten. Nach einer klassischen Gesangsausbildung (neben anderen bei Bennie Gilette) beginnt er 1994 das Studium der Phonetik an der Ludwig-Maximilian-Universität in München. 1995 bis 1999 studiert er Sprechkunst/Sprecherziehung an der staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Stuttgart. Hier experimentiert er mit der Verbindung von Gesprochenem Wort und Musik. Solo und in unterschiedlichen Formationen arbeitet er an Hörstücken, Theaterprojekten, Lesungen, Konzerten und CD-Einspielungen. Seine Arbeiten sind meist im Zwischenbereich von Sprache und Musik zu finden. Mit improvisierenden Musikern und Tänzern kooperiert er seit Mitte der 90er Jahre und entwickelte seine ihm eigene Art und Weise, mit gesprochenem Wort und den Möglichkeiten der menschlichen Stimme zu improvisieren. In unterschiedlichen Formationen und Ensembles, präsentiert er seine Arbeiten auf Festivals, bei Gastspielen und Konzerten. Für ein junges Publikum auch auf Kinderaugenhöhe. Seine Stimme setzt Christian Reiner seit 1996 auch als Sprecher für Film, Funk, Fernsehen ein. Seit 1999 wirkt er in verschiedenen Theaterproduktionen mit. www.christianreiner.com